Liebe Kolleg*innen, liebe Freund*innen des internationalen Psychiatriekongress für seelische Gesundheit und Recovery

Die nächste Ausgabe des «Recovery-Kongresses» ist in Vorbereitung. Der sechste Kongress findet am 30. und 31. Mai 2024 wie bisher auf dem Areal des Inselspitals in Bern unter dem Titel Psychiatrie in der Krise – Unterstützungsangebote neu gestalten statt.

Der Titel mag auf den ersten Blick alarmistisch wirken, da auch in anderen Kontexten immer häufiger der Krisenbegriff verwendet wird. Dies, um sich bereits lange abzeichnende schwierige Situationen zu benennen, die einschneidende Veränderungen von Gewohnheiten im Denken und Handeln erfordern. In dieser Hinsicht trifft aus unserer Sicht der Begriff tatsächlich die Situation in der Psychiatrie. Personalengpässe, Qualitätseinbussen, nicht mehr zeitgemässe Strukturen und Konzepte sind in zunehmendem Ausmass Themen fachlicher Diskurse und der medialen Öffentlichkeit. Zudem wird die Situation in der Psychiatrie auch von Nutzenden und deren Angehörigen und den Fachpersonen selbst kritisch hinterfragt.

Gleichzeitig leidet die psychische Gesundheit in weiten Teilen der Gesellschaft durch zahlreiche Belastungsfaktoren und der Kumulation von ökologischen, politischen und ökonomischen Krisen. Die Inanspruchnahme psychiatrischer Angebote steigt und übersteigt häufig die Kapazitäten, besonders drastisch bei Kindern und Jugendlichen. Auf diese Asymmetrie haben die psychiatrische Versorgung und die Gesundheitspolitik bislang noch keine überzeugenden Antworten gefunden. Der Ausbau des Bestehenden scheint dem Bedarf der Hilfesuchenden häufig nicht zu entsprechen. Zudem führt es zu einer Überdehnung des Angebots, das aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels in absehbarer Zeit gar nicht in ausreichender Qualität aufrecht zu erhalten ist.

Neue Herangehensweisen sind daher gefragt, die nicht vom etablierten Verständnis psychiatrischer Versorgungsstrukturen ausgehen, sondern «out of the box» den Bedarf von Menschen mit psychischen Belastungen sowie ihrem Umfeld ins Zentrum stellen. Dabei soll der Blick auf Prävention, Gesundheitsförderung, Frühintervention und leicht zugänglichen Unterstützungsangebote auch jenseits bestehender psychiatrischer Unterstützung gerichtet werden.

Der Kongress 2024 wird sich mit dieser aktuellen Thematik befassen und einen kritischen Blick auf das psychiatrische System werfen. Gleichzeitig sollen neue Ideen und Herangehensweisen zum Umgang mit psychischer Gesundheit, Belastung und Erkrankung entworfen und diskutiert werden. In bewährtem Format werden sich fachliche, gesellschaftliche, aktivistische, erfahrene und miterlebte Perspektiven auf psychische Gesundheit, deren Beeinträchtigung, Wiederherstellung und Stärkung ergänzen. Wir freuen uns bereits heute auf zahlreiche Teilnehmende, aktive Beiträge, bewegte und bewegende Diskussionen. 

Das Kongresskomitee

Anmeldeportal Recoverykongress 2024

Das Anmeldeportal für den Recoverykongress 2024 ist geschlossen.

Das Programmheft des Recoverykongress 2024

Über diesen Link können Sie das Programmheft des Recoverykongresses 2024 downloaden.

Flyer für den Recoverykongress 2024

Über folgende Link kann der Flyer für den Recoverykongress 2024 runtergeladen werden:

Flyer Recoverykongress 2024

 

Kongressinformationen

Über diese Webseite erhalten Sie weitere Informationen zur Anreise an den Recoverykongress, Orientierung auf dem Areal, Unterkunft und der Kongressparty

 

 

Gold Kooperationspartner

Silber Kooperationspartner

Bronze Kooperationspartner

Sponsoren

DAS KONGRESSKOMITEE

Christian Burr
Dr. rer. cur., MScN, Pflegeexperte, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern und wiss. Mitarbeiter, Berner Fachhochschule

Christoph Duwan
eMBA, stv. Pflegedirektor, Privatklinik Wyss

Walter Gekle
Dr. med., Chefarzt Soteria und Direktion Psychiatrische Rehabilitation, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern

Sibylle Glauser
Lic. phil, Angehörigenberatung der UPD, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern

Caroline Gurtner
MSc, cand. PhD, Co Präsidentin akademische Fachgesellschaft psychiatrische Pflege (AFG)

Anna Hegedüs
Dr. rer. medic., Mag., Berner Fachhochschule

Matthias Jäger
PD Dr. med., Direktor Erwachsenenpsychiatrie, Psychiatrie Baselland

Andréa Winter
Expertin durch Erfahrung EX-IN / Übersetzerin, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern

Gianfranco Zuaboni
PhD, MNSc, Leiter Pflegeentwicklung, Sanatorium Kilchberg


 WEBDESIGN UND SOCIAL MEDIA

Nico Hirschi
eMBA, Prozessmanager, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern


ADVISORY BOARD

Andreas Knuf
Dipl. Psych., psychologischer Psychotherapeut, Praxis für Psychotherapie, Konstanz (D)

Joachim Schnackenberg
PhD, Dipl. Mental Health Nursing, dipl. Sozialarbeiter FH, EFC-Institut, Hannover (D)

Peter Lehmann
Dr. phil. h.c., Sozialwissenschaftler und Verleger, Antipsychiatrieverlag, Berlin (D)

Caroline Suter-Sturm
Expertin durch Erfahrung und wissenschaftliche Assistentin, Haute École de la Santé La Source, Lausanne (CH)

Charles Bonsack
Prof. Dr. med., Chefarzt und Assoziierter Professor, Psychiatrische Universitätsklinik CHUV, Lausanne (CH)

Julie Repper
PhD, Dipl. Mental Health Nursing, Leitung Kernteam ImRoc, Nottingham (UK)

Sirkka Mullis
Lic. phil. hist., Angehörige, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bundesamt für Gesundheit, Bern (CH)

Michaela Amering
Prof. Dr. med.; Oberärztin und Leiterin integrative Psychosebehandlung, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am AKH, Wien (A)

Janine Berg-Peer
M.A., Angehörige, Autorin und Coach (D)

Thelke Scholz
Expertin durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung EX-IN und Empowerment College Trainerin, Bremen (D)

Roberto Mezzina
Dr. med., ehem. Direktor Dipartimento di Salute Mentale Trieste (IT); Former Head of Service, WHO CC for Research and Training (I)

Organisation

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NACHRICHT GESENDET!
Adresse
Universitäre Psychiatrische Dienste (UPD) AG
Bolligenstrasse 111
CH-3000 Bern 60
Kongressorganisation
Hr. Dr. Christian Burr

Social

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